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SC Sand Frauen starten mit einem Remis ins Jahr

Ortenauerinnen erarbeiten sich ein 1:1-Unentschieden zum Jahresauftakt gegen Luzern

Artikel vom 12. Januar 2026

Der Artikel wird präsentiert von:

    VON LUKAS KELP.

    SC Sand und FC Luzern trennen sich 1:1 zum Jahresauftakt

    Internationaler Test zum Start ins Fußballjahr 2026

    Mit einem internationalen Freundschaftsspiel gegen den FC Luzern sind die Frauen des SC Sand am Samstag, 10. Januar 2026, in das neue Fußballjahr gestartet. Die Partie bildete den Abschluss der ersten Vorbereitungswoche nach dem Trainingsauftakt am vergangenen Dienstag. Das Trainerteam um Alexander Fischinger und Noah Veilandics musste dabei noch auf einige Spielerinnen verzichten, nutzte das Spiel aber, um vielen Akteurinnen Einsatzminuten zu geben und erste Eindrücke zu sammeln.

    Deutlich veränderte Startelf

    Im Vergleich zum letzten Punktspiel am 21. Dezember änderte sich die Startformation auf gleich sechs Positionen. Die beiden US-Amerikanerinnen Sara D’Appolonia und Emily Yaple fehlten aufgrund ihrer späten Rückkehr noch im Spieltagskader, Maria Almasri musste verletzungsbedingt passen. Ronja Schaer, Milena Fischer und Rio Takizawa nahmen zunächst auf der Bank Platz.

    Neu in der Anfangsformation standen Torjägerin Julia Matuschewski, Moemi Ishibuchi sowie die komplett neu formierte Viererkette mit der etatmäßigen Kapitänin Jenny Gaugigl, Denise Landmann, Anne Rotzinger und Sarah Wiesner. Als Gegner wartete mit dem FC Luzern der aktuelle Achtplatzierte der Schweizer Women’s Super League.

    Sand dominiert die Anfangsphase

    Auf dem heimischen Kunstrasenplatz in Sand begann die Partie bei strömendem Regen. Die Ortenauerinnen versuchten von Beginn an, ihre spielerischen Stärken auszuspielen. Immer wieder wurde Julia Matuschewski im Sturmzentrum gesucht, die den Ball gut behauptete und klug auf die Außen verteilte. So kamen insbesondere die schnellen Pija Reininger und Moemi Ishibuchi immer wieder ins Spiel.

    Die Überlegenheit zahlte sich in der 16. Minute aus: Nach einem Eckball der kroatischen Nationalspielerin Ivana Slipčević konnte Luzern den Ball im Strafraum nicht klären. Die aufgerückte Anne Rotzinger kam an das Spielgerät und zog entschlossen ab – der verdiente Führungstreffer zum 1:0 für den SC Sand.

    In den ersten 40 Minuten dominierte der Zweitplatzierte der 2. Frauen-Bundesliga die Partie klar und ließ den Gästen um Cheftrainerin Luzia Odermatt kaum Entfaltungsmöglichkeiten.

    Luzern schlägt kurz vor der Pause zurück

    Kurz vor der Halbzeitpause änderte sich jedoch das Spielgeschehen. Die Luzernerinnen agierten mutiger und setzten Sands Torhüterin Jule Baum zunehmend unter Druck. In der letzten Minute des ersten Durchgangs führte eine unglückliche Zweikampfführung der Gastgeberinnen zu einem Freistoß aus aussichtsreicher Position.

    Diesen nutzten die Gäste eiskalt: Der Freistoß landete am Lattenkreuz, den Abpraller verwandelte eine Luzerner Stürmerin zum 1:1-Ausgleich. Wenig später ging es mit dem Unentschieden in die Kabinen.

    Viele Wechsel und schwierige Bedingungen in Hälfte zwei

    Zum zweiten Durchgang brachte das Trainerteam mit Ronja Schaer, Milena Fischer und Lucie Schlime drei neue Spielerinnen. Besonders erfreulich war dabei das Comeback der luxemburgischen Nationaltorhüterin Schlime, die nach ihrer Verletzung erstmals wieder Einsatzminuten sammeln konnte.

    In der zweiten Halbzeit flachte das Spielgeschehen insgesamt ab. Ein einsetzender Schneeschauer machte den Untergrund zunehmend schwer bespielbar, klare Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Für die Schlussphase kamen mit Rio Takizawa, Anne Beck und Annalena Heck weitere Spielerinnen in die Partie.

    Trotz aller Bemühungen gelang keinem Team mehr ein Treffer, sodass es beim 1:1-Unentschieden blieb.

    Ausblick: Nächster Test gegen GC Zürich

    Für den SC Sand geht die Vorbereitung bereits am kommenden Samstag, 17. Januar 2026, weiter. Um 12 Uhr gastiert mit dem Grasshopper Club Zürich der nächste hochkarätige Testspielgegner in der Ortenau – inklusive eines Wiedersehens mit der ehemaligen Sanderin Laura Vetterlein.

    Bild: Isabelle Jungmann