Sand verliert Test gegen Racing Straßburg

Starke erste Hälfte reicht nicht für Sieg
Artikel vom 1. März 2026
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VON MORITZ LITTERST.
Vor drei äußerst intensiven Märzwochen nutzte der SC Sand am Sonntag die Länderspielpause für einen letzten Härtetest. Gegner war der französische Nachbar Racing Straßburg. Während Sand in einer starken ersten Halbzeit die besseren Akzente setzte, ging der zweite Durchgang klar an die Gäste. Am Ende stand eine 0:3-Niederlage für die Senderinnen.
Mehrere Änderungen in der Startformation
Aus Gründen der Belastungssteuerung nahm das Sander Trainerteam im Vergleich zum Ligaspiel gegen den FC Ingolstadt einige Veränderungen vor. Im Tor begann Isabella Scheerder anstelle von Jule Baum. Zudem rückten Denise Landmann, Sarah Wiesner, Anne Rotzinger und Moemi Ishibuchi in die Anfangsformation. Chelsea Surpris feierte nach langer Leidenszeit ihr Startelfdebüt. Ivana Slipcevic und Lucie Schlimé standen aufgrund ihrer Länderspielreisen nicht zur Verfügung.
Schwungvolle Anfangsphase mit Sander Vorteilen
Bei besten äußeren Bedingungen startete der SC Sand selbstbewusst in die Partie. Ein kurz ausgeführter Freistoß von Milena Fischer auf Anne Rotzinger sorgte früh für Gefahr, doch Straßburgs Torhüterin verhinderte mit einer Glanzparade den möglichen Führungstreffer. Auf der Gegenseite kam Racing nach einem ungenauen Pass im Spielaufbau der Gastgeberinnen ebenfalls zu einer ersten Gelegenheit. Beinahe spektakulär wurde es in der 8. Minute: Julia Matuschewski erkannte, dass die Straßburger Keeperin weit vor ihrem Tor stand, und zog aus rund 40 Metern ab. In letzter Sekunde konnte die Torfrau den Ball noch entschärfen.
Ausgeglichenes Spiel ohne große Chancen
In der Folge entwickelte sich eine chancenarme, aber dennoch ansehnliche Partie. Beide Teams agierten konzentriert und zweikampfstark, auch wenn klare Torchancen bis zur Pause Mangelware blieben. Das torlose Remis spiegelte den Spielverlauf nur bedingt wider, da Sand insgesamt den etwas frischeren Eindruck hinterließ.
Zur Halbzeit nahm Cheftrainer Alexander Fischinger drei Wechsel vor: Leni Fischer, Ronja Schaer und Pija Reininger kamen für Julia Matuschewski, Milena Fischer und Rio Takizawa ins Spiel.
Zweite Halbzeit geht klar an Straßburg
Nach dem Seitenwechsel übernahm Racing zunehmend die Kontrolle. In der 55. Minute blieb Isabella Scheerder im Eins-gegen-eins stark und verhinderte zunächst den Rückstand. Kurz darauf hatte Sand eine Konterchance, doch Moemi Ishibuchi konnte den Ball nach Zuspiel von Kim Schneider und Leni Fischer nicht sauber verarbeiten. In der 61. Minute nutzte Straßburg dann einen Abwehrfehler konsequent aus und erzielte das 1:0. Nach einer Ecke in der 75. Minute gelang den Gastgeberinnen die endgültige Klärung nicht, ein Abpraller führte zum 2:0. In der Schlussphase fehlte Sand der Zugriff, sodass die Gäste fünf Minuten vor dem Ende noch auf 3:0 erhöhten.
Fazit
Trotz des deutlichen Ergebnisses zog Cheftrainer Alexander Fischinger ein überwiegend positives Fazit: „Die erste Halbzeit war sehr ordentlich, wir hätten in Führung gehen müssen und waren überlegen. Nach der Pause haben wir viel gewechselt und in einem ungewohnten System gespielt. Wichtig war für mich, dass sich keine Spielerin verletzt. Aufgrund der zweiten Halbzeit war der Sieg für Racing verdient.“
Ausblick
In der kommenden Woche erhalten die Spielerinnen des SC Sand zunächst drei freie Tage, bevor der März in die entscheidende Phase geht. Am 11. März steht das Viertelfinale im DFB-Pokal an – dann gastiert Sand bei Carl-Zeiss Jena.
