Verdienter Heimsieg und weiter Tabellenplatz Zwei

Fischinger: "Ich bin stolz auf die Mannschaft."
Spielbericht vom 22. Februar 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
VON MORITZ LITTERST.
Beim SC Sand stand heute das letzte Pflichtspiel vor einem ereignisreichen März an: Gegen den FC Ingolstadt 04 sicherte sich der SC Sand mit einem souveränen 3:0 die nächsten drei Punkte und geht somit als Tabellenzweiter der zweiten Frauen Bundesliga in die Länderspielpause.
Im Vergleich zum letzten Pflichtspiel vor zwei Wochen gegen den VfL Bochum musste das Trainerteam eine personelle Änderung in der Startelf vornehmen. Innenverteidigerin Ronja Schaer zog sich unter der Woche eine leichte Trainingsverletzung zu, sodass Kapitänin Jenny Gaugigl in die Startelf rückte.
Der Beginn der Partie gehörte allerdings den Gästen. Bereits 23 Sekunden nach dem Anstoß tauchten die Schanzerinnen frei vor Jule Baum auf, doch Nina Penzkofer setzte ihren Abschluss lediglich an den Querbalken – ein früher Wachmacher für den SC Sand. Auch die Gastgeberinnen suchten von Beginn an den Weg nach vorne und erspielten sich früh ihre erste Ecke. Dennoch tat sich Sand anfangs schwer, die eigene Spielidee konsequent umzusetzen.
Nach zwölf Minuten brachte schließlich ein weiter Ball von Gaugigl die Wende: Ex-Ingolstädterin Pija Reininger entwischte der Abwehr, umkurvte die Torhüterin und schob überlegt zur 1:0-Führung ein. Nur zwei Minuten später sorgte ein schnell vorgetragener Konter über Emily Yaple und Kim Schneider erneut für Gefahr, doch diesmal blieb Ingolstadts Keeperin Anna-Lena Daum im Eins-gegen-Eins Siegerin.
In der Folge beruhigte sich das Spiel etwas, Sand hatte jedoch klar mehr Ballbesitz und Kontrolle. In der 25. Minute leitete erneut ein hoher Ball von Gaugigl den nächsten Treffer ein: Nach einem Steckpass von Sara D’Appolonia lief Leni Fischer auf das Tor zu und vollendete aus spitzem Winkel sehenswert zum 2:0. Ingolstadt kam erst nach einer halben Stunde durch einen Aufbaufehler der Gastgeberinnen wieder zu einer nennenswerten Möglichkeit, doch der Defensivverbund des SC Sand hielt stand. Kurz darauf rettete erneut Aluminium für Sand, ehe Jule Baum den Nachschuss glänzend auf der Linie parierte. Ingolstadt investierte viel, blieb aber bis zur Pause ohne Torerfolg. Cheftrainer Alexander Fischinger resümierte: „Wir haben zu Beginn Glück, Ingolstadt trifft zweimal Aluminium. Danach hat es meine Mannschaft sehr gut gemacht.“
Zur zweiten Halbzeit wechselte Sand einmal: Für die angeschlagene Julia Matuschewski kam Moemi Ishibuchi ins Spiel. Die erste Chance nach dem Seitenwechsel gehörte den Gästen, ehe Kim Schneider nach 58 Minuten den ersten Abschluss für Sand verbuchte. In dieser Phase hatte der Ortenauer Zweitligist zwar viel Ballbesitz, kam jedoch nur selten gefährlich in die gegnerische Hälfte.
Defensiv war weiterhin auf Torhüterin Jule Baum Verlass, die in der 64. Minute mit einer starken Parade den Anschlusstreffer verhinderte. Wenig später musste sie sich bei einem indirekten Freistoß erneut auszeichnen. Die endgültige Entscheidung fiel in der 81. Minute: Nachdem Pija Reininger im Eins-gegen-Eins noch an Daum gescheitert war, landete der Abpraller bei Kim Schneider, die den Ball traumhaft ins linke Eck setzte – das 3:0. Ingolstadt versuchte bis zum Schluss alles, doch selbst ein Freistoß kurz vor Spielende verfehlte das Tor knapp.
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Jetzt freuen wir uns auf das Pokal-Highlight. Nach dem Testspiel geht es Schlag auf Schlag in einem richtungsweisenden März“, so Fischinger.
Am Ende steht ein verdienter Heimsieg für den SC Sand am 18. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga. Da auch der SV Meppen und der VfB Stuttgart ihre Spiele gewinnen konnten, bleibt die Tabellenkonstellation unverändert. Für den SC Sand geht es nun am 11. März im Viertelfinale des DFB-Pokal nach Jena, ehe am 15. März das Auswärtsspiel beim VfR Warbeyen ansteht.
Foto: Martina Pieper


