Sand will in Potsdam wieder dreifach punkten

Reiß: "Nach dem Unentschieden zuhause wollen wir auswärts unbedingt wieder einen Dreier einfahren."
Artikel vom 11. Februar 2026
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VON MORITZ LITTERST.
Am 17. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga reist der SC Sand (2. Platz / 35 Punkte) am kommenden Sonntag zum 1. FFC Turbine Potsdam (9. Platz / 17 Punkte). Für die Sanderinnen geht es darum, die Aufstiegsambitionen weiter zu untermauern und drei Punkte aus der Ferne mitzunehmen.
Sand will Serie ausbauen
Nach dem 1:1-Unentschieden gegen den VfL Bochum vor heimischer Kulisse möchte der SC Sand an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Seit der Niederlage in Stuttgart ist das Team drei Spiele in Folge ungeschlagen. Cheftrainer Alexander Fischinger zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden: „Wir haben eine starke Vorrunde gespielt und stehen nach drei Spielen bereits einen Punkt besser da als zum gleichen Zeitpunkt in der Hinrunde. Diesen Schwung wollen wir mitnehmen.“
Dass es am vergangenen Wochenende nicht zu einem Sieg reichte, lag für den Coach vor allem an der Chancenverwertung: „Es war ein intensiver Kampf, aber die Belohnung hat gefehlt.“
Potsdam schwer einzuschätzen
Der Traditionsklub aus der Hauptstadt tut sich nach dem Abstieg aus der Google Pixel Frauen-Bundesliga weiterhin schwer. Im November trennte sich der Verein von Trainer Kurt Russ, erst im Januar wurde mit dem Dänen Steeen Gravgaard Ladefoged ein Nachfolger präsentiert. Für Co-Trainer und Videoanalyst Noah Veilandics erschwert das die Vorbereitung: „Durch den Trainerwechsel ist Potsdam schwer zu berechnen. Es wurde an vielen Stellschrauben gedreht, einiges hat sich verändert.“ Mit Kapitänin Emilie Bernhardt verließ zudem eine Leistungsträgerin in der Winterpause den Verein.
Der erhoffte Trainereffekt blieb bislang jedoch aus: Die ersten beiden Spiele unter dem neuen Coach gingen verloren, darunter eine deutliche 0:6-Niederlage gegen den FC Bayern München II. Potsdam steht aktuell auf Rang neun, nur zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Für Fischinger ist die Ausgangslage dennoch trügerisch: „Potsdam wird im Heimspiel alles investieren. Das wird eine anspruchsvolle Aufgabe.“ Achtungserfolge gelangen Turbine in dieser Saison unter anderem gegen Viktoria Berlin (2:0), den FSV Mainz 05 (2:2) und den SV Meppen (1:1).
Fokus auf Stabilität
Sands sportlicher Leiter Sascha Reiß richtet den Blick besonders auf die Defensive: „Nach dem Unentschieden zuhause wollen wir auswärts unbedingt wieder einen Dreier einfahren. Defensiv müssen wir kompakt stehen und wenig zulassen, um die Grundlage für einen Sieg zu legen.“ Dabei gilt es vor allem, Potsdams Angreiferin Rana Okuma im Blick zu behalten, die bereits auf zehn Scorerpunkte kommt.
Personalsituation
Nach der Partie gegen Bochum gibt es beim SC Sand einige angeschlagene Spielerinnen. Ivana Slipcevic kämpft weiterhin mit einer hartnäckigen Rückenprellung, zudem plagen mehrere Akteurinnen Erkältungssymptome. Wer letztlich zum Spieltagskader gehören kann, entscheidet sich nach dem Abschlusstraining.
Ausblick
Auf das Traditionsduell in Potsdam folgt für den SC Sand das letzte Ligaspiel vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale am 11. März gegen Jena. Am kommenden Sonntag empfängt Sand den FC Ingolstadt in der ADAMD Arena (Anpfiff 14 Uhr).
