SC Sand greift nach der Tabellenspitze

Reiß: "Wir wollen im Nachholspiel unbedingt die Spitzenposition einnehmen!“
Artikel vom 17. März 2026
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VON MORITZ LITTERST.
Am Donnerstagabend (17 Uhr) bestreitet der SC Sand (2. / 41 Punkte) das Nachholspiel des 17. Spieltags in der 2. Frauen-Bundesliga beim 1. FFC Turbine Potsdam (12. / 18 Punkte). Nach intensiven Wochen mit vielen Reisestrapazen wollen die Sanderinnen ihre Kräfte bündeln, die Tabellenführung übernehmen und damit ihre Aufstiegsambitionen weiter untermauern.
Serie soll ausgebaut werden
Nach dem 3:1-Auswärtssieg gegen den VfR Warbeyen möchte der SC Sand an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Seit der Niederlage in Stuttgart Mitte Dezember ist die Mannschaft von Cheftrainer Alexander Fischinger seit fünf Spielen ungeschlagen. Mit einem weiteren Erfolg beim abstiegsbedrohten Traditionsklub könnte der Ortenauer Zweitligist nun sogar die Tabellenführung übernehmen.
„Wir wollen im Nachholspiel unbedingt die Spitzenposition einnehmen!“, gibt Sands sportlicher Leiter Sascha Reiß die Marschroute vor. Ein Sieg hätte zudem eine besondere Bedeutung, da der Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz auf acht Punkte anwachsen würde: „Ein Acht-Punkte-Spiel hatte ich noch nie – das ist etwas Besonderes! Es wäre ein großer Step!“
Trotz der dritten langen Auswärtsfahrt in Folge bleibt der SC Sand seiner Linie treu. „Von unserem Ansatz rücken wir nicht ab. Wir werden auf gar keinen Fall in eine Schonhaltung gehen und wollen der Favoritenrolle gerecht werden.“, so Co-Trainer und Videoanalyst Noah Veilandics. Entscheidend sei eine geschlossene Mannschaftsleistung, um die Belastungen der vergangenen Tage gemeinsam zu kompensieren. „Für einen Sieg benötigen wir eine geschlossene Teamleistung, um die anstrengenden letzten Tage gemeinschaftlich zu kompensieren.“, fügt Reiß an.
Potsdam unter Zugzwang
Der ehemalige Bundesligist Turbine Potsdam hat nach dem Abstieg weiterhin Schwierigkeiten, in Tritt zu kommen. Im November trennte sich der Verein von Trainer Kurt Russ, ehe im Januar mit dem Dänen Steeen Gravgaard Ladefoged ein Nachfolger verpflichtet wurde. Die erhoffte Trendwende blieb bislang aus: Seit dem Rückrundenstart verloren die Potsdamerinnen drei von vier Spielen und holten lediglich einen Punkt gegen den VfL Bochum. Aktuell steht das Team auf dem drittletzten Tabellenplatz.
Zudem musste der Klub im Winter mit Kapitänin Emilie Bernhardt eine wichtige Spielerin ziehen lassen. Dennoch warnt der SC Sand vor dem Gegner. Achtungserfolge gegen Viktoria Berlin (2:0), den FSV Mainz 05 (2:2) und den SV Meppen (1:1) unterstreichen das vorhandene Potenzial. „Wir werden den Gegner keineswegs unterschätzen. Auch wenn die Ergebnisse in den letzten Wochen nicht stimmen, verfügt Potsdam in jedem Mannschaftsteil über seine Qualität.“, so Veilandics.
Belastung erfordert Rotation
Drei Spiele in acht Tagen und rund 3500 Buskilometer – für den SC Sand eine ungewohnte Herausforderung. „Jeder, der mal Fußball gespielt hat, sollte wissen, dass es nicht einfach ist mit solchen Strapazen Frische auf den Platz zu bringen. Ich weiß nicht wie lange der Tank bei vielen Spielerinnen hält.“, betont Fischinger. Daher sind personelle Anpassungen wahrscheinlich: „Personell werden wir etwas jonglieren müssen!“, so der Sand-Coach.
Ausblick
Nach den intensiven Auswärtswochen kehrt der SC Sand am Sonntag, den 22. März, wieder in die heimische ADAMS Arena zurück. Dort empfangen die Sanderinnen um 14 Uhr Viktoria Berlin.
