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Auswärts in Warbeyen zurück in die Erfolgsspur

Reiß: "Mit zwei Siegen könnten wir uns sogar mit der Tabellenführung belohnen!"

Artikel vom 13. März 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    VON MORITZ LITTERST.

    Für den SC Sand steht am kommenden Sonntag in der 2. Frauen-Bundesliga ein Auswärtsspiel beim Tabellenletzten VfR Warbeyen (6 Punkte) auf dem Programm. Nach dem bitteren Pokalaus unter der Woche beim Bundesligisten Carl Zeiss Jena (1:4) wollen die Sanderinnen in der Liga schnell wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Als Tabellenzweiter (38 Punkte) gilt es dabei, den Aufstiegsplatz zu verteidigen.

    Kräftezehrendes Programm

    Erst am Donnerstagmorgen gegen 4 Uhr kehrte der SC Sand von der Auswärtsfahrt aus Jena zurück – schon am Samstagmorgen steht die nächste lange Busreise an, diesmal zum Ligaspiel nach Warbeyen im Landkreis Kleve. Für den Sander Kader bleibt in diesen Tagen kaum Zeit zur Regeneration, zudem sitzt die Enttäuschung über das Pokal-Aus vom Mittwochabend tief. Dennoch muss sich der SC Sand keineswegs verstecken: Über weite Strecken bot man dem Bundesligisten aus Thüringen Paroli und hielt das Spiel lange offen. Letztlich entschieden individuelle Fehler die Partie zugunsten der Gastgeberinnen. Trotz des Ausscheidens überwiegt bei den Verantwortlichen der Stolz auf die Leistung. Cheftrainer Alexander Fischinger ordnet ein: „Die Mannschaft hat über weite Strecken dominant gegen einen Bundesligisten agiert. Wir blicken auf tolle Pokalmomente zurück und müssen das Aus nun so schnell wie möglich abhaken.“

    Mit dem Gastspiel in Warbeyen bestreitet der SC Sand nun das zweite von insgesamt vier Spielen innerhalb von elf Tagen. Sands sportlicher Leiter Sascha Reiß blickt dabei klar auf die kommenden Aufgaben: „Mit Warbeyen und Potsdam stehen zwei Spiele auf dem Plan, die wir gewinnen wollen und müssen. Nach dem Pokalspiel muss der Fokus schnell wieder auf die Liga gelegt werden. Die Mädels müssen Vollgas geben – mit zwei Siegen könnten wir uns sogar mit der Tabellenführung belohnen.“

    Bereits am Donnerstag, 19. März (17 Uhr), gastiert der SC Sand bei Turbine Potsdam, ehe drei Tage später Viktoria Berlin in der ADAMS Arena empfangen wird.

    Trainerwechsel birgt Ungewissheit

    Beim VfR Warbeyen wurde die Länderspielpause genutzt, um eine wichtige Veränderung vorzunehmen. Im Kampf um den Klassenerhalt – aktuell beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz zwölf Punkte – stellte der Aufsteiger den Trainerposten neu auf. Mit Thomas Gerstner verpflichteten die Verantwortlichen einen erfahrenen Coach. Für Alexander Fischinger erschwert das die Vorbereitung auf die Partie: „Der Trainerwechsel macht die Aufgabe natürlich schwieriger, weil wir nicht genau analysieren können, wie Warbeyen ins Spiel gehen wird. Zudem hat sich die Mannschaft durch Winterneuzugänge qualitativ verstärkt.“

    Fokus auf eigene Stärken

    In der Liga möchte der SC Sand nun eine Reaktion auf das verpasste Pokal-Halbfinale zeigen. Im Duell zwischen der besten Defensive der Liga (16 Gegentore) und der bislang schwächsten Offensive (17 Treffer) wollen die Sanderinnen wieder ihr Spiel durchsetzen. „Wir nehmen die über weite Strecken gute Leistung aus dem Jena-Spiel mit in die nächste Partie. Das gibt uns auch die Grundlage, in der Liga an unsere letzten Erfolge anzuknüpfen. Wir müssen unserer Favoritenrolle gerecht werden – ich habe großes Vertrauen in die Mannschaft“, betont Fischinger.

    Personelle Situation

    Welche Auswirkungen die intensive Auswärtsfahrt nach Jena auf den Kader haben wird, entscheidet sich nach dem Abschlusstraining am Freitagnachmittag. Sicher fehlen wird Mittelfeldspielerin Ivana Slipcevic, die aufgrund einer Gelbsperre pausieren muss. Wer ihren Platz in der Startelf einnimmt, wird sich kurzfristig entscheiden.

    Foto: Martina Pieper