Zurück zur Siegermentalität: Viktoria zu Gast

Fischinger: "Wir müssen den unbedingten Willen an den Tag legen, dieses Spiel zu gewinnen."
Artikel vom 20. März 2026
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VON MORITZ LITTERST.
„Endlich wieder ein Heimspiel!“ – diese Vorfreude ist beim SC Sand in den vergangenen Tagen deutlich spürbar, denn am Sonntag um 14 Uhr kehrt das Team nach drei Auswärtsspielen in acht Tagen in die heimische ADAMS Arena zurück und empfängt in der 2. Frauen-Bundesliga den FC Viktoria Berlin. Während der SC Sand als Tabellenzweiter (41 Punkte) in die Partie geht, reisen die Berlinerinnen als Fünfter (31 Punkte) an. Für die Gastgeberinnen steht dabei viel auf dem Spiel: Nach dem jüngsten Rückschlag unter der Woche gilt es, eine Reaktion zu zeigen und die eigenen Aufstiegsambitionen zu bekräftigen.
Verpasste Gelegenheit
Die zurückliegende Partie bei Turbine Potsdam verlief alles andere als optimal. Trotz den Reisestrapazen will Trainer Alexander Fischinger die 0:1-Niederlage nicht darauf schieben. Vielmehr ärgert ihn vor allem die verpasste Chance, sich im Aufstiegsrennen deutlicher abzusetzen. „Wir haben eine große Möglichkeit liegen lassen. Acht Punkte auf einen Nichtaufstiegsplatz wären ein komfortabler Vorsprung gewesen“, so der Coach, der insbesondere die fehlende Konsequenz vor dem Tor kritisiert. Die Chancenverwertung habe zuletzt nachgelassen – ein Problem, das sich nicht nur in Potsdam, sondern auch in den Spielen zuvor gezeigt habe. “Wir brauchen aktuelle vier Chancen für ein Tor”, so der Sander Übungsleiter. Dennoch steht der SC Sand weiterhin auf einem starken zweiten Tabellenplatz – mit nur einem Punkt Rückstand nach oben und einem Fünf-Punkte-Vorsprung auf Rang drei. Diese Position soll am Wochenende verteidigt werden.
Viktoria mit Aufwind
Der Liga-Neuling FC Viktoria Berlin hatte zu Saisonbeginn noch Schwierigkeiten und rangierte nach wenigen Spieltagen im Tabellenkeller. Inzwischen hat sich das Team jedoch gefangen und präsentiert sich in der Rückrunde stabil. In bislang sechs Rückrundenspiele holte das Team von Miren Catovic 11 Punkte – davon wurden fünf gegen Top-Teams wie den SV Meppen (2:0), den FSV Mainz 05 (0:0) und den VFB (0:0) geholt. Mit zwei Siegen im Rücken reisen die Berlinerinnen selbstbewusst an. Vorsicht geboten!
Besonders beeindruckend ist die defensive Stabilität des Gegners: Mit lediglich 17 Gegentoren stellt Viktoria eine der besten Abwehrreihen der Liga. Aus einer kompakten Grundordnung heraus setzen sie immer wieder offensive Nadelstiche. Trotz personeller Ausfälle gelingt es dem Team aufgrund eines breiten Kaders, konstant konkurrenzfähig aufzutreten.
Geforderte Reaktion
Für den SC Sand bleibt nach kurzer Regenerationszeit wenig Spielraum zur Vorbereitung. Dennoch fordert das Trainerteam eine klare Reaktion auf dem Platz. Fischinger setzt dabei vor allem auf Mentalität: Einsatzbereitschaft, Zweikampfstärke und der unbedingte Wille zum Sieg sollen den Unterschied machen. Als positives Beispiel dient das Pokalspiel gegen den 1. FC Köln, in dem genau diese Tugenden entscheidend waren. Ziel ist es, gemeinsam mit den Fans wieder eine energiegeladene Atmosphäre zu schaffen, die es dem Gegner schwer macht. “Die Aufgabe wird sehr anspruchsvoll, doch wenn wir es schaffen, den Trotz auf den Platz zu bringen, können wir daraus eine Siegermentalität entwickeln. Ich möchte, dass wir jeden Zweikampf annehmen und wieder galliger agieren! Wir müssen den unbedingten Willen an den Tag legen, dieses Spiel zu gewinnen.”, so Fischinger.
Personelle Lage
Auch diesmal könnte es in der Sand-Elf aufgrund von Belastungssteuerung zu kleineren Veränderungen kommen. Hinter dem Einsatz von Maria Almasri steht nach einer Kopfverletzung noch ein Fragezeichen, ein Einsatz erscheint jedoch nicht ausgeschlossen.
Ausblick
Lange bleibt dem SC Sand keine Verschnaufpause: Bereits am kommenden Sonntag steht das nächste Heimspiel an. Dann ist Borussia Mönchengladbach zu Gast in der ADAMS Arena (14 Uhr).
Foto: Maxi Höck
