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Sand möchte Big-Points in Meppen einfahren

Fischinger: "Wir brauchen wieder die absolute Bereitschaft, alles zu investieren."

Artikel vom 2. April 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    VON MORITZ LITTERST.

    Für den SC Sand (1. Platz / 47 Punkte) steht am Ostersamstag um 14 Uhr ein richtungsweisendes Spiel im Aufstiegsrennen zur Google Pixel Frauen-Bundesliga an. Auswärts beim SV Meppen (3. Platz / 42 Punkte) wollen die Sanderinnen ein klares Zeichen an die Konkurrenz senden. Ziel ist es, mit mindestens fünf Punkten Vorsprung in die bevorstehende Länderspielpause zu gehen.

    Schlüsselspiel im Aufstiegsrennen

    Bereits vor zwei Wochen hatte Cheftrainer Alexander Fischinger ein sogenanntes „Acht-Punkte-Spiel“ ausgerufen. Damals konnte der Ortenauer Zweitligist diese Chance jedoch nicht nutzen und unterlag im Nachholspiel bei Turbine Potsdam. Nun bietet sich die nächste Gelegenheit: Im direkten Duell mit einem Mitkonkurrenten will der SC Sand seine Aufstiegsambitionen untermauern und den Abstand auf Meppen weiter vergrößern. Dabei fordert das Trainerteam vor allem eine Rückkehr zur Siegermentalität: „In der vergangenen Woche hat uns die Wucht aus dem Berlin-Spiel gefehlt. Wir brauchen wieder die absolute Bereitschaft, alles zu investieren. Meppen ist eine mutige Mannschaft mit großer körperlicher Präsenz – da müssen wir dagegenhalten und widerstandsfähiger auftreten als zuletzt gegen Gladbach“, so Fischinger.

    Trotz der großen Bedeutung der Partie sieht der Cheftrainer den Druck nicht ausschließlich negativ: „Das Spiel hat definitiv Finalcharakter, was natürlich auch Druck erzeugt. Gleichzeitig haben wir den Vorteil, dass wir die Situation selbst in der Hand haben. Mit einem Sieg erhöhen wir den Druck auf die Konkurrenz.“ Auch Sands sportlicher Leiter Sascha Reiß bewertet die Partie als enorm wichtig, mahnt jedoch zur Konzentration auf die eigenen Stärken: „Wir sollten auf unsere Abläufe vertrauen und unser Spiel durchziehen. Die Mannschaft ist gefestigt. Meppen steht zu Hause in der Pflicht und wird entsprechend auftreten müssen. Aufgrund ihrer Heimstärke sind sie vielleicht leicht favorisiert, aber wir haben im Pokal bereits gezeigt, dass wir dort gewinnen können.“

    Hinspiel als Wendepunkt

    Der SV Meppen fand zu Saisonbeginn unter Trainer Thomas Pfannkuch nur schwer in Tritt. Als Tabellensechster und mit sieben Punkten Rückstand auf die Aufstiegsplätze reisten die Emsländerinnen am neunten Spieltag nach Sand. Mit einem überzeugenden 3:0-Auswärtssieg setzten sie jedoch ein Ausrufezeichen und etablierten sich seitdem auf dem dritten Tabellenplatz in Schlagdistanz zum SC Sand.

    Inzwischen zählt Meppen zu den Topteams der 2. Frauen-Bundesliga – insbesondere defensiv: Mit nur 19 Gegentoren stellen sie gemeinsam mit Sand und Viktoria Berlin die beste Abwehr der Liga. Offensiv unterstreichen 50 erzielte Treffer ihre Qualität.

    Dennoch verbindet der SC Sand auch positive Erinnerungen mit der Hänsch-Arena: In der zweiten Runde des DFB-Pokals setzten sich die Ortenauerinnen dort bereits mit 3:0 durch.

    Personelle Situation

    Vor dem Topspiel am Ostersamstag bleibt die personelle Lage beim SC Sand angespannt. Eine Erkältungswelle sowie kleinere Blessuren sorgen dafür, dass die Startelf noch nicht feststeht. Für Trainer Fischinger ist das jedoch kein Grund zur Beunruhigung: „Schon im Pokalspiel in Meppen mussten wir auf wichtige Spielerinnen verzichten und haben trotzdem gewonnen. Wir haben großes Vertrauen in unseren gesamten Kader.“

    Blick auf die Länderspielpause

    Nach den Osterfeiertagen nutzt der SC Sand die spielfreie Zeit, um sich gezielt auf den Saisonendspurt vorzubereiten. Am Samstag, den 18. April, steht ein Testspiel gegen die Young Boys Bern auf dem Programm (14 Uhr, Heimspiel).

    Foto: Maxi Höck