SC Sand 2 zu Gast im Möslestadion

Ortenauerinnen möchten im kleinen Derby die nächsten Punkte einfahren
Artikel vom 23. April 2026
Der Vorbericht wird präsentiert von:
VON LUKAS KELP.
Am Sonntag, den 26. April 2026, steht im Möslestadion ein richtungsweisendes Duell in der Frauen-Regionalliga Süd an. Am 22. Spieltag treffen die Zweitvertretungen des SC Freiburg und des SC Sand im „kleinen Derby“ aufeinander. Beide Mannschaften befinden sich in der entscheidenden Phase der Saison – wenn auch mit unterschiedlichen Zielsetzungen.
Ausgangslage: Unterschiedliche Ziele in der Schlussphase
Die Gastgeberinnen aus Freiburg belegen derzeit mit 31 Punkten den sechsten Tabellenplatz. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga im vergangenen Sommer verlief die Spielzeit insgesamt ordentlich, ohne jedoch ernsthaft in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen zu können. Bei noch drei ausstehenden Partien ist der Rückstand auf Tabellenführer Hoffenheim zu groß, um noch in den Aufstiegskampf einzugreifen.
Der SC Sand 2 hingegen rangiert mit 21 Punkten auf Platz sieben – direkt hinter den Freiburgerinnen. Für das Team aus der Ortenau steht vor allem der Klassenerhalt im Fokus. Mit einem Vorsprung von sieben Punkten auf die Abstiegsplätze haben sich die Sanderinnen eine solide Ausgangsposition erarbeitet, die sie in den verbleibenden Spielen weiter absichern möchten.
SC Sand 2: Moral bewiesen und Klassenerhalt im Blick
Mit Rückenwind reist der SC Sand 2 nach Freiburg. Am vergangenen Spieltag gelang ein wichtiger 4:2-Heimsieg gegen die SG Haitz. Nach zwischenzeitlichem Rückstand drehte die Mannschaft von Trainer Benjamin Bücheler die Partie in der zweiten Halbzeit eindrucksvoll.
Janina Häußler hatte Sand zunächst in Führung gebracht (39.), ehe in der Schlussphase Carina Wüst mit einem Doppelpack (67./75.) die Wende einleitete. Antonia Vohrer sorgte schließlich in der 90. Minute für die Entscheidung. Dieser Erfolg unterstreicht die Moral und Offensivstärke der Sanderinnen, die sich damit ein komfortables Polster verschafft haben.
Bereits eine Woche später wartet mit dem Heimspiel gegen den FFC Wacker München ein mögliches Schlüsselspiel. Mit einem weiteren Sieg könnte der Klassenerhalt nahezu perfekt gemacht werden, bevor es zum Saisonabschluss noch gegen die Topteams aus Offenbach und Weinberg geht.
SC Freiburg 2: Ordentliche Saison ohne Aufstiegsperspektive
Der SC Freiburg 2 zeigte sich nach dem Zweitligaabstieg als gefestigte Mannschaft, die sich im oberen Mittelfeld etabliert hat. Allerdings fehlte es über die Saison hinweg an der nötigen Konstanz, um ganz oben anzugreifen. Am vergangenen Spieltag mussten sich die Breisgauerinnen mit einem 2:2-Unentschieden gegen den abstiegsbedrohten FFC Wacker München zufriedengeben – ein Ergebnis, das aus Sicht der Freiburgerinnen eher als verpasste Chance gewertet werden muss. Dennoch möchte das Team von Trainer Fabian Gerdts die verbleibenden Spiele nutzen, um die Saison mit positiven Ergebnissen abzuschließen und sich bestmöglich zu präsentieren.
Direktvergleich: Duell auf Augenhöhe
Ein Blick auf die bisherigen Aufeinandertreffen zeigt, wie ausgeglichen dieses Duell traditionell ist. In insgesamt acht Begegnungen konnten beide Teams jeweils vier Siege verbuchen. Auch das Hinspiel deutete auf ein enges Kräfteverhältnis hin, sodass erneut eine umkämpfte Partie zu erwarten ist.
Ausblick: Wichtige Punkte für beide Seiten
Während der SC Freiburg 2 vor heimischer Kulisse seine Position im oberen Tabellenmittelfeld festigen möchte, geht es für den SC Sand 2 um entscheidende Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Die Kombination aus Derbycharakter und tabellarischer Bedeutung verspricht ein intensives und spannendes Spiel.
Stimmen zum Spiel
„Spiele gegen den SC Freiburg sind für uns immer etwas Besonderes. Wir haben viele Spielerinnen mit Freiburger Vergangenheit, die im Raum Freiburg wohnen oder dort studieren. Durch die Vorarbeit am vergangenen Wochenende können wir dem Spiel mit Zuversicht entgegenblicken. Beide Teams verfügen über herausragende Einzelqualitäten. Entscheidend wird an diesem Spieltag jedoch sein, welche Mannschaft als Einheit am stärksten zusammenhält.“ (Semih Enpek, Co-Trainer SC Sand 2)
Bild: Martina Pieper
