SC Sand unterliegt der TSG Hoffenheim

Mutiger Auftritt in der zweiten Hälfte - Wichtige Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben
Artikel vom 10. Juli 2026
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VON LUKAS KELP.
Der SC Sand zeigte gegen den Bundesligisten TSG Hoffenheim einen engagierten Start in die Partie und versuchte von Beginn an mutig nach vorne zu spielen. Bereits in den ersten Minuten suchten die Ortenauerinnen den Weg in die Offensive, wobei Pija Reininger in der 5. Minute erstmals im Zentrum angespielt wurde und kurzzeitig für Unordnung in der Hoffenheimer Defensive sorgte.
Die Gäste übernahmen jedoch zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Nach einer ersten gefährlichen Aktion über die rechte Seite, die Athanasia Tsaroucha noch zur Ecke klären konnte (8.), nutzte Hoffenheim in der 11. Minute den ersten gefährlichen Torabschluss zur Führung. Ein Distanzschuss setzte unmittelbar vor Torhüterin Lucie Schlime auf und schlug zum 0:1 ein.
Nur wenige Minuten später erhöhte die TSG nach einem präzise getretenen Eckball auf 0:2 und blieb auch in der Folge das spielbestimmende Team. In der 22. Minute fiel nach einem Angriff durch das Zentrum das 0:3, als Hoffenheims Außenspielerin Natter erfolgreich abschloss.
SC Sand hält kämpferisch dagegen
Trotz des deutlichen Rückstands ließ sich die neu formierte Mannschaft des SC Sand nicht entmutigen und hielt kämpferisch dagegen. Nach der Trinkpause agierten die Gastgeberinnen wieder mutiger und suchten selbst den Weg nach vorne. Hoffenheim blieb dennoch gefährlich: Ein Freistoß aus rund 20 Metern strich knapp am Tor vorbei (23.), ehe Lucie Schlime zwei Minuten später mit einer starken Eins-gegen-eins-Parade gegen die Schweizer Nationalstürmerin Svenja Fölmli einen weiteren Gegentreffer verhinderte.
Auch offensiv setzte der SC Sand Akzente. Über Sophia Gerber und Christina Alp kombinierten sich die Gastgeberinnen tief in die Hoffenheimer Hälfte, ehe ein Querpass auf die einlaufende Pija Reininger im letzten Moment geklärt wurde. Wenig später gab Kim Schneider mit einem Distanzschuss den ersten Sander Torabschluss ab, den Hoffenheims Torhüterin Laura Dick sicher parierte.
Die individuelle Klasse des Bundesligisten machte sich jedoch weiterhin bemerkbar. Nach einem schnellen Konter über die rechte Seite erhöhte Hoffenheim auf 0:4, ehe kurz vor dem Pausenpfiff ein Chipball hinter die Sander Defensive den fünften Treffer vorbereitete. Eine sehenswerte Kombination des SC Sand kurz vor der Pause, eingeleitet durch einen Steckpass von Pija Reininger auf Christina Alp, blieb ebenfalls ohne Torerfolg.
Nach drei Minuten Nachspielzeit ging es mit einem 0:5-Halbzeitrückstand in die Kabinen. Trotz des klaren Ergebnisses zeigte der SC Sand phasenweise gute Ansätze im Offensivspiel und stemmte sich mit großem Einsatz gegen den spielstarken Bundesligisten.
Mutiger Auftritt nach der Pause
Zur Pause wechselte der SC Sand einmal: Daniela Schwarz ersetzte Josefine Schaller. Auch die TSG Hoffenheim nahm mehrere Veränderungen vor.
Die Gastgeberinnen kamen deutlich mutiger aus der Kabine und setzten den Bundesligisten in den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit mehrfach unter Druck. Bereits vier Minuten nach Wiederanpfiff erspielte sich der SC Sand über Pija Reininger und Maria Agerholm Olsen eine gute Möglichkeit, die Hoffenheimer Defensive konnte jedoch in letzter Sekunde zur Ecke klären. Nur wenige Minuten später bot sich die bis dahin größte Chance der Ortenauerinnen: Kim Schneider setzte sich stark im Mittelfeld durch und schickte Reininger mit einem Steckpass auf die Reise. Hoffenheims Torhüterin Laura Dick parierte den Abschluss mit einer starken Fußabwehr, ehe Daniela Schwarz den Nachschuss nur knapp verpasste.
In dieser Phase präsentierte sich der SC Sand deutlich aktiver und näher am Anschlusstreffer, während Hoffenheim bei einem weiteren Angriff den linken Außenpfosten traf. In der 55. Minute brachte das Trainerteam Annalena Heck für Stefanie Schmid.
Hoffenheim nutzt seine Chancen konsequent
Nach einer Stunde Spielzeit entschied der Schiedsrichter nach einem Foul im Strafraum auf Elfmeter. Hoffenheim verwandelte sicher zum 0:6 und erhöhte nur wenige Minuten später auf 0:7. Anschließend ersetzte Melissa Ugochukwu Pija Reininger.
Nach der zweiten Trinkpause feierte Torhüterin Jolina Petri ihr Debüt im Trikot des SC Sand und übernahm für Lucie Schlime. Kurz darauf versuchte Christina Alp mit einem Distanzschuss aus rund 20 Metern ihr Glück. Für die Schlussviertelstunde kam zudem Nachwuchstalent Anna Oberfell für die ehemalige Hoffenheimerin Sophia Gerber in die Partie.
Nach einem Eckball erhöhte die TSG in der 75. Minute auf 0:8. Der SC Sand gab sich dennoch nicht auf und kam kurz darauf zur besten Gelegenheit der zweiten Halbzeit: Melissa Ugochukwu setzte Daniela Schwarz mit einem starken Zuspiel in Szene. Schwarz umkurvte Hoffenheims Torhüterin, traf mit ihrem Abschluss jedoch den Innenpfosten. Auch in der Schlussminute bot sich den Gastgeberinnen durch Christina Alp noch eine aussichtsreiche Gelegenheit auf den Ehrentreffer, doch der Ball fand nicht den Weg ins Tor.
Blick nach vorne
Am Ende musste sich der SC Sand dem Bundesligisten mit 0:8 geschlagen geben. Trotz des deutlichen Ergebnisses zeigte die neu formierte Mannschaft insbesondere zu Beginn der zweiten Halbzeit sowie in der Schlussphase mutige Offensivaktionen und erspielte sich mehrere gute Torchancen.
Bereits am Sonntag (12. Juli) steht für den SC Sand das nächste Testspiel auf dem Programm. Gegner ist in Erbenheim der Bundesliga-Absteiger SGS Essen.
SC Sand – TSG Hoffenheim 0:8 (0:5)
Tore: 0:1 Natter (11.), 0:2 ET (13.), 0:3 Natter (22.), 0:4 Grimm (38.), 0:5 Jimenez (41.), 0:6 Dorn (61.), 0:7 Fenger (65.), 0:8 Harsch (81.)
Schiedsrichter: Kjell Huber – Pascal Manz, Franz Läßle
Zuschauer: 250
Aufstellung Sand: Schlime, Gerber, Tsaroucha, Landmann, Schmid, Fischer, Schneider, Schaller, Alp, Olsen, Reininger
Aufstellung Hoffenheim: Dick, Diehm, Steiner, Natter, Doorn, Fölmli, Gloning, Martret, Grimm, Bitzer, Vöhringer
Bild: Michael Memmler
