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SC Sand mit spätem Sieg gegen den SC Freiburg 2

Ortenauerinnen drehen die Partie - Siegtreffer in der Nachspielzeit

Artikel vom 31. Oktober 2026

Der Artikel wird präsentiert von:

    VON LUKAS KELP.

    Die Frauen des SC Sand nutzten das ligafreie Wochenende für ein Testspiel gegen den Regionalligisten SC Freiburg II vor heimischer Kulisse.

    Nach der Niederlage in Ingolstadt wollten die Verantwortlichen eine Reaktion auf dem Platz sehen. Dafür nahm das Trainerteam im Vergleich zur Vorwoche zahlreiche personelle Veränderungen vor. Insgesamt gab es sechs Wechsel in der Startelf. Unter anderem hütete Ilayda Icier das Tor.

    Nervöser Beginn und erste Chancen

    Die neu formierte Mannschaft des SC Sand benötigte zunächst etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. Die Gäste aus Freiburg präsentierten sich von Beginn an mutig und offensivfreudig. Bereits in der 4. Spielminute erspielte sich der Regionalligist die erste Torchance, doch Sands Torhüterin Ilayda Icier war zur Stelle und parierte den Abschluss souverän.

    Nur drei Minuten später setzte der SC Sand über die linke Seite einen ersten offensiven Akzent. Kim Schneider brachte eine scharfe Flanke in den Strafraum, doch gleich mehrere Sander Spielerinnen verpassten den Ball. Freiburgs Torhüterin Hauß konnte die Hereingabe schließlich sicher aufnehmen. Die jungen Freiburgerinnen blieben zunächst die aktivere Mannschaft und setzten Sand früh unter Druck. In der 12. Spielminute gelang es den Gästen erneut, in den Strafraum vorzudringen. Schmid legte auf Schneider zurück, deren anschließende Flanke jedoch keine Abnehmerin fand.

    Sand findet besser ins Spiel

    Mit zunehmender Spielzeit fand der SC Sand besser in die Begegnung und übernahm mehr Kontrolle. Im Spielaufbau setzte die Mannschaft auf eine Dreierkette, wobei sich Denise Landmann aus der Sechserposition immer wieder fallen ließ, um den Spielaufbau zu unterstützen. In der 21. Minute setzte Sara Sahiti ein erstes Ausrufezeichen. Ihr Distanzschuss aus rund 20 Metern und halbrechter Position verfehlte das Freiburger Tor nur knapp.

    Sechs Minuten später zeigte sich Sand erneut gefährlich. Denise Landmann spielte einen präzisen Steckpass in den Lauf der gestarteten Christina Alp. Diese setzte sich mit viel Tempo gegen mehrere Gegenspielerinnen durch, konnte den Ball anschließend jedoch nicht wie gewünscht ins Zentrum bringen.

    Freiburg geht kurz vor der Pause in Führung

    Nach einer halben Stunde suchten die Ortenauerinnen erneut aus der Distanz den Abschluss. In der 32. Spielminute kam Sand dem Führungstreffer besonders nahe: Eine Freiburger Verteidigerin fälschte die Hereingabe von Reininger ab, wodurch sich der Ball gefährlich in Richtung Tor senkte. Torhüterin Hauß konnte die Situation jedoch bereinigen. Auf der Gegenseite musste auch Ilayda Icier nochmals eingreifen und lenkte einen Freiburger Abschluss zur Ecke. Der anschließende Eckball brachte schließlich den Erfolg für die Gäste: Freiburg nutzte die Standardsituation und erzielte die 1:0-Führung.

    Damit ging der SC Sand nach einer zunächst schwierigen, im weiteren Verlauf aber zunehmend ausgeglichenen ersten Halbzeit mit einem enttäuschenden Rückstand in die Kabine.

    Vier Wechsel zur Pause – Sand kommt besser ins Spiel

    Das Trainerteam des SC Sand reagierte zur Halbzeit gleich vierfach und brachte mit Sophia Gerber, Athanasia Tsaroucha, Melissa Ugochukwu und Maria Olsen frische Kräfte. Die Wechsel zeigten schnell Wirkung: Die Dänin Maria Olsen setzte bereits in der 49. Spielminute mit einem Torabschluss ein erstes offensives Zeichen. Wenig später sorgte Daniela Schwarz mit einer gefährlichen Flanke in den Freiburger Strafraum für Gefahr.

    In der 54. Minute bot sich den Gastgeberinnen die nächste Möglichkeit zum Ausgleich. Pija Reininger setzte sich mit viel Tempo gegen gleich vier Freiburgerinnen durch und kam zum Abschluss ins kurze Eck. Freiburgs Torhüterin reagierte jedoch stark und verhinderte den Treffer.

    Sand erhöht den Druck und belohnt sich

    Auch im weiteren Verlauf präsentierte sich der SC Sand im zweiten Durchgang verbessert. Allerdings fehlte es in vielen Aktionen noch an der nötigen Präzision. Vielversprechende Angriffe wurden teilweise zu überhastet ausgespielt oder durch unglückliche Aktionen unterbrochen.

    In der 62. Spielminute nahm das Sander Trainerteam den nächsten Wechsel vor und brachte Chelsea Surpris für Steffi Schmid. Sechs Minuten später sorgte die eingewechselte Spielerin mit einem Eckstoß auf den kurzen Pfosten für Gefahr. Die Hereingabe wurde verlängert und entwickelte sich zu einer brandgefährlichen Situation vor dem Freiburger Tor.

    Ab der 70. Spielminute fand auch der Zweitligist offensiv wieder besser in die Partie. Vor allem über die schnellen Außenspielerinnen suchten die Freiburgerinnen wiederholt den Weg in die Tiefe.  Der SC Sand ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und belohnte sich in der 74. Minute für seinen gesteigerten Aufwand: Pija Reininger wurde mit einem Pass in die Tiefe bedient, lief auf das Freiburger Tor zu und schob den Ball clever an Torhüterin Hauß vorbei zum verdienten 1:1-Ausgleich ins Netz.

    Sand drängt auf den Siegtreffer

    In der 78. Spielminute schöpfte der SC Sand seine letzten Wechselmöglichkeiten aus. Anna Oberfell und Melisande Ulrich kamen neu in die Begegnung. Die Ortenauerinnen erhöhten anschließend nochmals den Druck und suchten mit viel Einsatz den Weg nach vorne.

    Der entscheidende Treffer lag kurz vor Schluss sogar in der Luft: Zwei Minuten vor dem Abpfiff hatte Maria Olsen die Führung auf dem Fuß. Die Dänin drehte sich im Freiburger Strafraum geschickt um ihre Gegenspielerin und kam zum Abschluss. Der Ball fand jedoch nicht den Weg ins Tor.

    Blümel sorgt in der Nachspielzeit für den Sand-Sieg

    Der SC Sand gab sich mit dem Ausgleich nicht zufrieden und drängte bis zum Schluss auf den Siegtreffer. In der zweiten Minute der Nachspielzeit wurde der Einsatz der Ortenauerinnen schließlich belohnt: Nach einem Freistoß von Maria Olsen konnte Freiburgs Torhüterin den Ball zunächst parieren. Charlotte Blümel reagierte am schnellsten und verwertete den Abpraller zum umjubelten 2:1-Siegtreffer.

    Damit sicherte sich der SC Sand nach einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang einen verdienten Heimsieg gegen den Regionalligisten SC Freiburg II. Nach dem Rückstand zur Pause zeigte die Mannschaft Moral, erhöhte den offensiven Druck und belohnte sich mit zwei Treffern für eine engagierte zweite Halbzeit.

    Blick auf das nächste Ligaspiel

    Lange Zeit zum Durchatmen bleibt den Sanderinnen nicht. Am 8. November geht es in der 2. Frauen-Bundesliga mit einem Heimspiel gegen die SGS Essen weiter. Mit dem Erfolgserlebnis aus dem Testspiel gegen Freiburg im Rücken will der SC Sand dann auch im Ligaalltag wieder überzeugen.

     

    SC SAND – SC FREIBURG 2           2:1 (0:1)

    SC Sand: Icier, Landmann, Fischer, Schneider, Reininger (78. Oberfell), Alp (46. Ugochukwu), Sahiti (46. Olsen), Blümel (46. Tsaroucha), Schwarz (78. Ulrich), Schmid (60. Surpris), Heck (46. Gerber)

    Ersatz: Surpris, Tsaroucha, Ugochukwu, Olsen, Ulrich, Gerber, Oberfell

    SC Freiburg 2: Hauß, Markert (65. Putzer), Schmitz (60. Doster), Ihme, Heckle (65. Schmidt), Traore, Jansen (60. Grund), Hess (60. Broghammer), Rieth, Damm (46. Scharfenberg), Hanfstein (60. Kern)

    Ersatz: Hofmann, Schmidt, Kern, Putzer, Broghammer, Scharfenberg, Doster, Grund

    Schiedsrichter: Kjell Huber – Pascal Manz, Kian Haist

    Zuschauer: 100

    Tore: 0:1 Melina Heckle (36.), 1:1 Pija Reininger (73.), 2:1 Charlotte Blümel (92.)

    Bild: Tobias Geiser