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Sand fightet sich an die Tabellenspitze!

Sonntag, 22. März 2026 · 14:00 Uhr2. Frauen-Bundesliga, 20. Spieltag

Pija Reininger erzielt aus 40 Metern vor der Pause das 2:0

Spielbericht vom 22. März 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    VON MORITZ LITTERST.

    Am heutigen Sonntag empfing der SC Sand in der heimischen ADAMS Arena den FC Viktoria Berlin zum Spitzenspiel der 2. Frauen-Bundesliga. Bei idealen äußeren Bedingungen zeigte die Mannschaft aus Sand nach der Niederlage in Potsdam die erhoffte Reaktion und sicherte sich vor 679 Zuschauerinnen und Zuschauern einen verdienten 2:1-Heimsieg. Für den Höhepunkt der ersten Halbzeit sorgte Pija Reininger mit einem sehenswerten Treffer aus 40 Metern kurz vor der Pause.

    Zwei Änderungen in der Startelf

    Im Vergleich zum Nachholspiel unter der Woche bei Turbine Potsdam nahm das Trainerduo Alex Fischinger und Noah Veilandics zwei Änderungen vor: Julia Matuschewski rückte wieder in den Sturm, während Milena Fischer in der Innenverteidigung für Ronja Schaer begann.

    Sand übersteht Druck und geht in Führung

    Die Partie begann intensiv und mit hohem Tempo auf beiden Seiten. Sand hatte zunächst Probleme mit dem aggressiven Pressing der Berlinerinnen und musste früh mehrere Standardsituationen überstehen. Erst in der 9. Minute gelang es den Gastgeberinnen, selbst Druck aufzubauen. Mit einem Freistoß aus rund 20 Metern nutzte Matuschewski die erste echte Gelegenheit eiskalt: Ihr Abschluss landete über den Innenpfosten im Tor zur 1:0-Führung. In der Folge fand Sand besser ins Spiel, agierte diszipliniert und erarbeitete sich weitere Chancen, unter anderem durch Emily Yaple, deren Distanzschuss das Tor verfehlte (20.).

    Traumtor zum 2:0

    Mit zunehmender Spieldauer übernahm Sand immer mehr die Kontrolle. Besonders zwischen der 35. und 45. Minute setzte das Team von Alexander Fischinger Viktoria Berlin stark unter Druck. Kim Schneider verpasste das mögliche 2:0 in Minute 37 nur knapp, ehe Sand in der Nachspielzeit der ersten Hälfte doch noch nachlegte: Nach einem gewonnenen Zweikampf und schnellem Umschaltspiel zog Pija Reininger aus rund 40 Metern ab und traf spektakulär über die Torhüterin hinweg zum 2:0. Ein Traumtor zum perfekten Zeitpunkt! Trainer Alexander Fischinger zeigte sich nach der Partie beeindruckt von der Leistung seiner Mannschaft und hob insbesondere den enormen Einsatz nach einer intensiven Woche hervor: “Natürlich sind wir überglücklich! Ich muss an dieser Stelle meine Mannschaft loben - Die Beine waren müde, wir hatten drei intensive Spiele und saßen 53 Stunden im Bus in einer Woche. Nach so einer Woche hat die Mannschaft alles reingelegt und das Herz auf dem Rasen liegengelassen. Man muss zollen, was die Mannschaft geleistet hat - das ist utopisch!”

    Matuschewski verpasst Vorentscheidung

    Auch nach dem Seitenwechsel blieb Sand die spielbestimmende Mannschaft. Mit viel Ballbesitz und klarem Spielaufbau kontrollierten die Gastgeberinnen das Geschehen. In der 64. Minute bot sich die große Chance zur Vorentscheidung, als Matuschewski im Strafraum gefoult wurde. Den fälligen Elfmeter konnte die Berliner Torhüterin jedoch parieren. Ein Knackpunkt im Spiel.

    Sand bringt mit Fight Heimsieg über die Zeit

    In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend: Viktoria Berlin nutzte in der 81. Minute eine Ecke zum Anschlusstreffer. Danach drängten die Gäste auf den Ausgleich, während Sand kämpferisch dagegenhielt. Die Sanderinnen warfen sich in jeden Ball und gaben in jedem Zweikampf alles. Trotz der Berliner Angriffswelle hatte Sand noch zweimal den Siegtreffer auf dem Fuß: Sowohl in Minute 87 als auch in der Nachspielzeit lief der SC Sand in Person von Kim Schneider und Julia Matuschewski alleine auf die Berliner Keeperin zu - Einmal konnte Melanie Wagner im Viktoria-Kasten die Entscheidung verhindern, das andere Mal konnte Julia Matuschewski nicht abschließen.

    Tabellenführung im zweiten Versuch erobert

    Am Ende brachte der SC Sand den Sieg mit großem Einsatz über die Zeit und sicherte sich wichtige drei Punkte im Aufstiegsrennen. Da der VfB Stuttgart am Samstag gegen den FSV Mainz verlor (2:4), übernimmt Sand im zweiten Versuch die Tabellenführung. “In Mathe wär ich nicht der Hellste - ich hab mir eine andere Formel ausgerechnet. Wenn wir 12 Punkte holten in den letzten Spielen, dann haben wir es geschafft. Wir müssen auf uns schauen und uns dann belohnen!”, so Fischinger.

    Am kommenden Sonntag steht bereits das nächste Heimspiel an: Dann empfängt der SC Sand Borussia Mönchengladbach (14 Uhr).

    Foto: Martina Pieper