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Sand knackt Mönchengladbach und bleibt Erster

Sonntag, 29. März 2026 · 14:00 Uhr2. Frauen-Bundesliga, 21. Spieltag

Fischinger: "Wir haben einen Schatz zu verteidigen, und den gilt es zu bewachen!"

Spielbericht vom 29. März 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    VON MORITZ LITTERST.

    Der SC Sand hat seine Pflichtaufgabe am heutigen Sonntag in der 2. Frauen-Bundesliga erfüllt und behauptet damit weiterhin die Tabellenführung. Mit einem hart erarbeiteten Sieg gegen Borussia Mönchengladbach knüpften die Sanderinnen an die starke Leistung gegen Viktoria Berlin an und brachten ein verdientes 2:0 über die Zeit. So geht es mit fünf Punkten Vorsprung am Ostersamstag gegen den Drittplatzierten SV Meppen.

    Keine Änderungen in der Startelf

    Nach dem überzeugenden Auftritt in der Vorwoche gegen Viktoria Berlin sah das Trainerduo um Alexander Fischinger und Noah Veilandics keinen Anlass für Veränderungen in der Startformation. Im Gegenteil: Die Verantwortlichen wollten den Schwung aus dem letzten Spiel mitnehmen und setzten erneut auf dieselbe Elf.

    Standard bringt Sand in Führung

    Zu Beginn der Partie wirkten die Tabellenführerinnen zunächst etwas nervös. Die jungen Gladbacherinnen traten selbstbewusst auf und erarbeiteten sich früh mehrere Standardsituationen. Erst nach 19 Minuten wurde Sand erstmals gefährlich: Emily Yaple setzte einem Ball aus der Abwehr energisch nach, legte quer und der Abschluss von Julia Matuschewski wurde im letzten Moment zur Ecke abgefälscht. Auch diese brachte Gefahr, doch der folgende Kopfball blieb ohne Erfolg.

    Die Führung lag in der 26. Minute bereits in der Luft: Rio Takizawa schickte Pija Reininger auf die Reise, die die Torhüterin umkurvte, den Ball aus spitzem Winkel jedoch nur an den Pfosten setzte. Nur Sekunden später parierte die Gladbacher Keeperin auch den Versuch von Ivana Slipcevic. Die anschließende Ecke brachte schließlich den Durchbruch: Nach einer ersten Klärungsaktion landete der Ball bei Milena Fischer, die ihn in der 27. Minute zum 1:0 über die Linie spitzelte.

    Trotz des Rückstands ließ sich Gladbach nicht aus dem Konzept bringen. Nach einer Flanke setzte Jones-Baidoe einen Kopfball nur knapp neben das Tor (32.). Bis zur Pause erhöhten die Gäste den Druck und zeigten ihre spielerische Qualität. Sand hatte in dieser Phase alle Hände voll zu tun, nahm die knappe Führung aber mit in die Kabine. „Gladbach hat es heute hervorragend gemacht. Sie haben schnörkellos gespielt und eine junge Mannschaft, die guten Fußball zeigt. Wir mussten richtig kämpfen“, resümierte Fischinger die erste Halbzeit.

    2:0 nach 40 Sekunden

    Die Halbzeitansprache zeigte sofort Wirkung: Gerade einmal 40 Sekunden nach Wiederanpfiff lag der Ball im Netz. Jenny Gaugigl spielte einen präzisen Ball aus der Abwehr auf Pija Reininger, die ihn per Kopf elegant an der Torhüterin vorbeilegte und zum 2:0 vollendete. „Mit der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden – in der Kabine mussten wir etwas lauter werden. Dann kommen wir raus und erzielen direkt ein wunderschön herausgespieltes Tor. Das hat uns Luft verschafft“, erklärte Fischinger Auch danach blieb Sand gefährlich: Nach der ersten Offensivaktion der Gladbacherinnen rollte der nächste Angriff auf das Gästetor, doch Kim Schneider kam nicht zum Abschluss (56.). Wenige Minuten später verpasste Reininger bei einem Konter die mögliche Vorentscheidung.

    Nach einem Dreifachwechsel meldete sich Gladbach in der 69. Minute wieder offensiv zurück, doch ein Distanzschuss aus rund 18 Metern stellte Jule Baum vor keine größeren Probleme. In der 75. Minute klärte die eingewechselte Sarah Wiesner einen Angriff stark und schickte Leni Fischer mit einem langen Ball auf die Reise. Diese umspielte Jil Frehse, doch eine Verteidigerin rettete in letzter Sekunde und blockte den Abschluss zur Ecke – die große Chance zur Vorentscheidung. In der Schlussphase erhöhte Gladbach nochmals den Druck, doch Sand befreite sich immer wieder geschickt aus der Defensive. Nach einem starken Solo von Kim Schneider verpasste Leni Fischer in der 82. Minute nur knapp das 3:0. In den letzten Minuten warfen die Gastgeberinnen alles hinein, kämpften um jeden Ball und sorgten mit langen Bällen immer wieder für Entlastung. Am Ende stand ein verdienter 2:0-Erfolg für den Spitzenreiter aus der Ortenau.

    Als Tabellenführer zum Tabellendritten

    Trotz des Sieges zeigte sich Cheftrainer Alexander Fischinger nicht vollständig zufrieden: „Die Tabellenführung ist etwas Wunderschönes – aber richtig zählt sie erst am letzten Spieltag. Wir haben einen Schatz zu verteidigen, und den gilt es zu bewachen. Heute hatten wir ein paar Lücken, die wir aber gemeinsam schließen konnten.”

    In der kommenden Woche wartet die nächste große Herausforderung auf den SC Sand: Am Ostersamstag tritt der SC Sand beim Tabellendritten in Meppen an (14 Uhr). „Uns wird nichts geschenkt. Wir müssen uns alles erarbeiten. Entscheidend ist die Bereitschaft, unsere Qualität auf den Platz zu bringen“, so Fischinger abschließend.

    Foto: Martina Pieper