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Niederlage bei SGE: Rabenschwarzer Tag für Sand

Sonntag, 3. Mai 2026 · 14:00 Uhr2. Frauen-Bundesliga, 24. Spieltag

Fischinger: "Jetzt gilt es, den Frust in positive Energie umzuwandeln."

Spielbericht vom 3. Mai 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    VON MORITZ LITTERST.

    Im Stadion am Brentanobad traf der SC Sand am heutigen Nachmittag auf die SG Eintracht Frankfurt II. Der SC Sand verlor am Ende nicht nur mit 3:1, sondern muss aufgrund des Sieges des FSV Mainz 05 nun auch um einen Aufstieg in die Google Pixel Frauen Bundesliga zittern.

    Personelle Wechsel

    Im Vergleich zur Vorwoche nahm das Trainerteam des SC Sand zwei Änderungen in der Startelf vor. Leni Fischer kehrte nach überstandener Mandelentzündung zurück in die Anfangsformation, während Emily Yaple zunächst auf der Bank Platz nahm. Kurz vor Spielbeginn musste zudem ein weiterer Wechsel erfolgen: Milena Fischer konnte aufgrund anhaltender muskulärer Probleme nicht auflaufen. Für sie rückte Denise Landmann in die Innenverteidigung.

    Früher Rückstand

    Die Gäste aus Sand starteten engagiert, mussten jedoch bereits nach drei Minuten die erste Ecke gegen sich hinnehmen. Jule Baum konnte einen Kopfball sicher entschärfen. Nach zehn Minuten folgte dann der erste Rückschlag: Carlotta Schwörer brachte Frankfurt mit 1:0 in Führung. Nur kurz darauf hatte Frankfurt die Chance zu erhöhen, doch Demirbas verfehlte das Tor. Schwörer selbst kam wenig später erneut gefährlich zum Abschluss, verpasste jedoch das 2:0. Sand fand anschließend besser ins Spiel und setzte die Frankfurterinnen früher unter Druck. Nach einem gelungenen Pressingmoment verfehlte Reininger in der 19. Minute das Tor nur knapp. Doch gerade als Sand stärker wurde, nutzte Frankfurt einen Fehler in der Defensive eiskalt aus: Nach einem Lupfer über Jule Baum musste Schwörer den Ball nur noch ins leere Tor einschieben – 2:0 nach 24 Minuten.

    Frankfurt II mit Chancenwucher

    In der Folge erspielte sich Frankfurt II zahlreiche weitere Möglichkeiten, ging jedoch fahrlässig mit ihnen um. Arouna scheiterte zunächst an Jule Baum, Bogenschütz setzte ihren Abschluss deutlich über das Tor. Besonders brenzlig wurde es in der 38. Minute, als Takizawa in letzter Sekunde rettete und auch der Nachschuss von Arouna das Ziel verfehlte. Sand kam erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zu einem nennenswerten Abschluss, doch Matuschewskis Freistoß aus der Distanz ging über das Tor. Mit einem schmeichelhaften 0:2 aus Sicht der Gäste ging es in die Pause. Entsprechend deutlich fiel die Halbzeitansprache von Trainer Alexander Fischinger aus: „Wir haben eine sehr schwache erste Halbzeit gespielt. Der Ausfall von Milena Fischer darf keine Ausrede sein. Wenn wir ein so großes Ziel verfolgen, müssen wir solche Situationen auffangen können.“

    Anschlusstreffer nach Standard

    Zur zweiten Halbzeit stellte Sand personell um: Sarah Wiesner übernahm die rechte Abwehrseite, Ronja Schaer rückte ins Zentrum, Denise Landmann blieb in der Kabine. In der 57. Minute bot sich Reininger die große Chance zum Anschlusstreffer, doch sie setzte den Ball im Eins-gegen-eins knapp am Tor vorbei. Kurz darauf versuchte es Matuschewski aus der Distanz, verfehlte jedoch ebenfalls knapp. Besser lief es in der 62. Minute: Nach einem Freistoß aus der eigenen Hälfte schickte Jenny Gaugigl Matuschewski auf die Reise, die den Ball souverän im langen Eck unterbrachte – der 1:2-Anschluss. In dieser Phase keimte Hoffnung auf eine Aufholjagd auf, doch Sand fand weiterhin nicht zu seinem gewohnten Spiel.

    Frankfurt macht den Deckel drauf

    Frankfurt hatte weiter gute Momente und sorgte für Entlastung. In der 69. Minute hatte die SGE eine vielversprechende Ecke, bei der Jule Baum zur Stelle war. Drei Minuten später klärte Chelsea Surpris in allerhöchster Not ins Toraus, der folgende Eckball landete im Tor, welches jedoch wegen Abseits zurückgenommen wurde. Rio Takizawa dribbelte in der 75. Minute ihre Gegenspielerin aus, flankte den Ball an den langen Pfosten, wo eine Frankfurterin zum Eckball klären konnte. Sand war weiter dran, erspielte sich trotz allem zu wenig ernstzunehmenden Torchancen. Frankfurt II zeigte eine reife Leistung und belohnte sich nach einer Ecke in der 80. Minute mit dem 3:1 durch Mina Matijevic. Mira Arouna hatte nach 83 Minuten erneut die Entscheidung auf dem Fuß, verpasste jedoch eine hundertprozentige Torchance.

    Frust in positive Energie ummünzen

    Auch mehrere Wechsel in der Schlussphase brachten Sand nicht mehr zurück ins Spiel. Trotz der schmerzhaften Niederlage steht das Team zwei Spieltage vor Saisonende weiterhin auf einem Aufstiegsplatz – mit zwei Punkten Vorsprung auf Rang drei. Trainer Alexander Fischinger zeigte sich nach der Partie enttäuscht, aber kämpferisch: „Natürlich bin ich sehr enttäuscht, aber ich gebe nicht auf. Jetzt gilt es, den Frust in positive Energie umzuwandeln. Ich glaube weiterhin an die Mannschaft, erwarte aber auch eine klare Reaktion im Training und im Spiel.“

    Am kommenden Sonntag ist der SC Sand auswärts bei der SG 99 Andernach gefordert. Anpfiff ist um 14 Uhr.