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Verdienter Punktgewinn in der Nachspielzeit

Sonntag, 18. Oktober 2026 · 14:00 Uhr2. Frauen-Bundesliga, 9. Spieltag

Schiedsrichter: Christina JunkersLinienrichter: Alise Helene Kibsgaard-Mörsdorf, Isabella Krah

Zuschauer: 268

Ortenauerinnen erarbeiten sich durch zwei späte Jokertore einen Punkt gegen Hertha BSC

Spielbericht vom 18. Oktober 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    VON LUKAS KELP.

    Die Frauen des SC Sand trafen am heutigen Sonntagnachmittag am 9. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga vor heimischer Kulisse auf Hertha BSC. Nach dem gelungenen Auswärtssieg beim FC Carl Zeiss Jena vor der Länderspielpause wollten die Ortenauerinnen an die positive Leistung anknüpfen und den nächsten Erfolg einfahren.

    Personell setzte das Trainerteam auf Kontinuität: Im Vergleich zur letzten Partie gab es keine Änderungen in der Startformation. Linda Nyman und Ilayda Icier kehrten zudem in den Spieltagskader zurück.

    Hertha BSC mit mehr Ballbesitz in der Anfangsphase

    Der SC Sand startete mit einem klaren Plan und einer geordneten Spielidee in die Partie gegen Hertha BSC. Die Berlinerinnen, die als Zweitligaaufsteiger aus der Hauptstadt angereist waren, übernahmen in der Anfangsphase die Initiative und kamen bereits in der zweiten Spielminute zur ersten Torannäherung über die rechte Seite. Sands Torhüterin Lucie Schlime war jedoch zur Stelle und fing den Ball sicher ab.

    In der sechsten Spielminute wurde es erneut gefährlich vor dem Tor der Ortenauerinnen. Ein Schuss aus rund 18 Metern von der rechten Seite drehte sich unangenehm in Richtung Tor, strich letztlich aber knapp über das Lattenkreuz. Hertha BSC blieb in der Anfangsviertelstunde die aktivere Mannschaft und verzeichnete mehr Ballbesitz, während der SC Sand defensiv gefordert war und die Berliner Angriffe konzentriert verteidigen musste.

    SC Sand nähert sich dem Ausgleich

    In der 16. Spielminute setzte der SC Sand erstmals offensiv ein Zeichen. Nach einem Eckball kam Athanasia Tsaroucha zunächst zum Kopfball, ehe sie auch den anschließenden Torabschluss suchte. Der Ball ging jedoch über das Tor. Vier Minuten später bot sich den Gastgeberinnen die nächste Gelegenheit: Nach einem Freistoß in den Strafraum kam die aufgerückte Charlotte Blümel zum Abschluss, setzte den Ball allerdings ebenfalls über das Gehäuse.

    Henrike Sahlmann bringt die Gäste in Führung

    In der 23. Spielminute gingen die Gäste aus Berlin mit 0:1 in Führung. Erneut kam der Angriff über die rechte Seite, von wo aus Henrike Sahlmann den Ball in Richtung Tor brachte. Die Hereingabe entwickelte sich zu einem tückischen Abschluss und landete direkt im Netz.

    Die Antwort des SC Sand ließ nicht lange auf sich warten. Pija Reininger wurde über die linke Seite in die Tiefe geschickt und hatte die Chance auf den direkten Ausgleich, setzte ihren Schuss jedoch knapp am Pfosten vorbei.

    Ortenauerinnen bleiben offensiv gefährlich

    Nach einer guten halben Stunde näherten sich die Ortenauerinnen erneut dem 1:1. Charlotte Blümel spielte einen Chipball über die gegnerische Abwehrkette, Kim Schneider kam zum Abschluss, scheiterte jedoch an Herthas Torhüterin, die den Ball zentral auf sich zukommen sah und parieren konnte.

    Auf der Gegenseite blieb Hertha BSC gefährlich und kontrollierte weiterhin weite Teile des Spielgeschehens. In der 39. Spielminute kamen die Berlinerinnen zu einer weiteren guten Möglichkeit. Der Abschluss aus halblinker Position strich am Lattenkreuz entlang und verfehlte das Tor nur knapp.

    SC Sand geht mit Rückstand in die Pause

    Weitere Treffer fielen im ersten Durchgang nicht. Damit ging der SC Sand mit einem knappen 0:1-Rückstand in die Halbzeitpause. Trotz der Berliner Führung hatten sich die Ortenauerinnen im Verlauf der ersten Hälfte eigene Chancen erarbeitet und damit gezeigt, dass der Ausgleich durchaus möglich war.

    SC Sand startet mutiger in den zweiten Durchgang

    Zur Halbzeit nahmen beide Mannschaften keine personellen Veränderungen vor und gingen unverändert in die zweite Hälfte. Der SC Sand trat nach dem Seitenwechsel mutiger auf und suchte verstärkt den Weg nach vorne. In der 50. Spielminute mussten die Ortenauerinnen jedoch einen Rückschlag hinnehmen: Nach einem Fehler im Spielaufbau nutzte Herthas Elfie Wellhausen die Gelegenheit und erhöhte auf 0:2.

    Die Gastgeberinnen ließen sich davon nicht entmutigen und kamen wenig später zur nächsten guten Möglichkeit. Christina Alp setzte einen Abschluss aus rund 20 Metern an das Lattenkreuz. Melissa Ugochukwu verpasste im Nachgang den Nachschuss und damit die Chance auf den direkten Anschlusstreffer.

    Christina Alp trifft erneut das Aluminium

    Der SC Sand blieb bemüht, offensiv Akzente zu setzen. In der 62. Spielminute kam Christina Alp aus rund 22 Metern zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch knapp. Sechs Minuten später reagierte das Trainerteam und nahm einen Dreifachwechsel vor: Kapitänin Milena Fischer, Kim Schneider und Melissa Ugochukwu verließen den Platz. Daniela Schwarz, Denise Landmann und Maria Olsen kamen neu in die Partie.

    Der zwischenzeitliche Tabellenführer aus Berlin setzte weiterhin auf kontrollierten Ballbesitz und ließ die Gastgeberinnen viel Laufarbeit verrichten. Dennoch suchte der SC Sand weiter nach Möglichkeiten, um die Partie noch einmal spannend zu machen.

    Sand erhöht den Druck in der Schlussphase

    In der 77. Spielminute leiteten Maria Olsen und Pija Reininger einen schnellen Konter ein, der in einem Eckball mündete. Kurz darauf brachte das Trainerteam mit Steffi Schmid für Chelsea Surpris einen weiteren frischen Impuls auf den Platz, kurz später kam Sara Sahiti für Vildan Kardesler. Beim darauffolgenden Eckstoß kam Denise Landmann zum Kopfball, setzte diesen jedoch knapp über das Tor.

    In der 86. Spielminute wurde es erneut gefährlich: Maria Olsen zog einen Eckball direkt auf das gegnerische Tor und zwang Herthas Torhüterin zum Eingreifen. Wenig später belohnte sich die Dänin für ihren offensiven Einsatz. Nach einer Flanke von Pija Reininger wurde der Ball in den Rückraum abgelegt, wo Olsen zur Stelle war und zum 1:2-Anschlusstreffer einschob.

    Zwei Jokertore sichern den verdienten Ausgleich

    Der SC Sand gab sich mit dem Anschlusstreffer nicht zufrieden und setzte in der Nachspielzeit alles daran, noch den Ausgleich zu erzielen. Nach einem weiteren Eckball war es Denise Landmann, die den Ball zum umjubelten 2:2 im Tor unterbrachte. Damit belohnten sich die Ortenauerinnen für eine engagierte Schlussphase und sicherten sich nach zwischenzeitlichem Zwei-Tore-Rückstand noch einen Punkt.

    Mit einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang und großem Einsatz in der Schlussviertelstunde erkämpfte sich der SC Sand ein verdientes Remis gegen Hertha BSC. Die beiden eingewechselten Spielerinnen Maria Olsen und Denise Landmann avancierten mit ihren Treffern zu den Matchwinnerinnen und sicherten den Gastgeberinnen einen wichtigen Punkt.

    Auswärtsaufgabe beim FC Ingolstadt wartet

    Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Ortenauerinnen nicht. Am kommenden Sonntag, 25. Oktober, gastiert der SC Sand beim FC Ingolstadt und möchte dort an die Moral und die starke Schlussphase aus der Partie gegen Hertha BSC anknüpfen.

     

    SC SAND - HERTHA BSC 2:2 (0:1)

    SC Sand: Schlime, Surpris (74. Schmid), Tsaroucha, Fischer (66. Landmann), Ugochukwu (66. Schwarz), Schneider (66. Olsen), Reininger, Alp, Blümel, Gerber, Kardesler (87. Sahiti)

    Ersatz: Icier (ETW), Landmann, Olsen, Sahiti, Nyman, Schwarz, Schmid, Heck

    Hertha BSC: Lux, Borchmeyer, Giannori, Reimold, Dreher, Haesler (70. Blättner), Wellhausen (66. Cramer), Mettner, Saeland (70. Palmer), Sahlmann (66. Böttcher), Seifert (56. Poock)

    Ersatz: Hornschuh, Palmer, Poock, Böttcher, Cramer, Blättner, Danso

    Schiedsrichter: Christina Junkers

    Zuschauer: 268

    Tore: 0:1 Sahlmann (23.), 0:2 Wellhausen (50.), 1:2 Olsen (87.), 2:2 Landmann (92.)

    Bild: Tobias Geiser