SC Sand will sich mit Sieg ein Endspiel sichern

Fischinger: „Wir sind Zweiter und wollen es auch bleiben!“
Artikel vom 7. Mai 2026
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VON MORITZ LITTERST.
Am Sonntag steht für den SC Sand (2. Platz / 51 Punkte) das letzte Auswärtsspiel der Saison an: Die Mannschaft gastiert bei der SG 99 Andernach (7. / 34 Punkte). Nach der 1:3-Niederlage bei Eintracht Frankfurt II ist eine klare Reaktion gefragt. Mit einem Sieg soll die Basis für ein mögliches „Finale“ am letzten Spieltag gegen den VfB Stuttgart gelegt werden. Cheftrainer Fischinger bringt die Zielsetzung auf den Punkt: „Wir sind Zweiter und wollen es auch bleiben!“
Klare Reaktion gefordert
Die Pleite in Frankfurt war ein spürbarer Rückschlag im Aufstiegsrennen, zumal sie gegen einen Abstiegskandidaten zustande kam. Trotzdem hat der SC Sand weiterhin alles selbst in der Hand. Mit zwei Punkten Vorsprung steht das Team noch auf einem Aufstiegsplatz – ein Sieg in Andernach ist jedoch Pflicht, um einen Aufstieg am letzten Spieltag sichern zu können.
Sand-Trainer Fischinger hadert mit der Mannschaftsleistung in Frankfurt, erinnert sich aber an eine ähnliche Situation aus der Hinrunde: „Damals haben wir in Bochum mit 5:1 verloren und niemand konnte sich das erklären. Aber ich erinnere mich auch an die überragende Reaktion meiner Mannschaft.“ Entsprechend klar ist seine Erwartung: „Wir wollen jetzt eine wahnsinnige Wucht entwickeln und aus der Niederlage in Frankfurt Energie ziehen.“ Den Blick auf die Mitkonkurrenten lehnt er ab: „Es zählt nur Andernach!“
Auch Sands sportlicher Leiter Sascha Reiß richtet den Fokus nach vorne: „Frankfurt ist aufgearbeitet und abgehakt. Jetzt geht es darum, bei uns zu bleiben und in den letzten zwei Spielen unsere Chance auf den Aufstieg zu nutzen.“
Zurück zu den eigenen Stärken
In Frankfurt ging der Matchplan der Sanderinnen nicht auf – auch das Trainerteam kam im Nachgang ins Grübeln. Co-Trainer Noah Veilandics sagt offen: „Wir haben in den vergangenen Wochen ein bisschen unser eigenes Spiel vernachlässigt.“ Für das Duell in Andernach ist die Marschroute klar: „Wir wollen wieder zu den Stärken zurückfinden, die uns überhaupt erst in diese Ausgangsposition gebracht haben.“
Cheftrainer Fischinger ordnet die Situation insgesamt ein: „Auch wenn sich unsere Ausgangslage ein paar Prozent verschlechtert hat, ist es ein absolutes Privileg, dass der SC Sand mit seinen Möglichkeiten auf dem zweiten Platz steht. Das sollte man immer im Hinterkopf haben!“
Andernach ohne Druck, aber gefährlich
Die SG 99 Andernach hat ihr Saisonziel bereits erreicht. Mit einem deutlichen 5:1 gegen den VfR Warbeyen sicherte sich das Team den Klassenerhalt und kann nun befreit aufspielen. Zwar verlief die Rückrunde mit 12 Punkten schwächer als die Hinserie (22 Punkte), doch zuletzt holte Andernach sieben Punkte aus drei Spielen. Zudem gelangen in dieser Runde bereits Achtungserfolge wie zwei Remis gegen Stuttgart sowie Siege gegen Mainz und Meppen. Der SC Sand trifft also auf einen unangenehmen, eingespielten Gegner.
Personalsituation angespannt
Vor den letzten beiden Spielen spitzt sich die Personallage zu. Mit Rio Takizawa und Milena Fischer mussten sich zwei Stammkräfte einem MRT unterziehen. Zudem kämpft Kim Schneider mit einer hartnäckigen Erkältung und ist fraglich. Die Einsätze entscheiden sich kurzfristig.
Showdown am letzten Spieltag möglich
Mit einem Sieg in Andernach kann sich der SC Sand ein echtes Endspiel sichern: Am Sonntag, den 17. Mai, kommt es in der ADAMS Arena zum entscheidenden Duell um den Aufstieg in die Google Pixel Frauen-Bundesliga (Anstoß: 14 Uhr).
Foto: Maxi Höck
